Umweltschutz & Gesundheit

06.09.2013 08:31

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Vegan schützt Umwelt und Gesundheit mehr als jede andere Ernährungsweise                                                          


Eine große Anzahl an Untersuchungen hat bereits die Auswirkungen einer veganen Lebensweise auf die Umwelt,

speziell auch die Emission von Treibhausgasen untersucht. Immer wieder ergibt sich, dass eine vegane Lebensweise

besonders umweltfreundlich ist. Ebenfalls liegen Untersuchungen zu den Gesundheitseffekten einer veganen Ernährung vor,

die zeigen, dass vegan vorKrebs schützt, gegen Arthritis hilft, den Blutdruck senkt, sich günstig auf Diabetes auswirkt  und

die Blutfettwerte günstig beeinflusst.

Nun aber wurde soeben auf dem Sechsten Internationalen Kongress für Vegetarische Ernährung, der an der Loma Universität

in Californien stattfand, durch Dr. Soret eine neue Untersuchung präsentiert, die gegenüber den vorherigen Untersuchungen

methodisch verbessert und aussagekräftiger ist mit einer besonders differenzierten Auswertung. Die Studie belegt eine

Überlegenheit der veganen Lebensweise im Hinblick auf Treibhausgasemissionen und Gesundheitsauswirkungen.  

Besonderheiten der neuen Studie

Die Untersuchung stützt sich auf das erhobene tatsächliche Essverhalten von 96000 Sieben Tages Adventisten in den

USA und Kanada. Sieben Tages Adventisten gehören zu einer Religionsgemeinschaft, die großen Wert auf den

Erhalt der Gesundheit legt. Es gibt deshalb viele Vegetarier unter den Sieben Tages Adventisten, wobei es bei den

Sieben Tages Adventisten aber ebenso Veganer, Prescetarier (Fischesser), Semi-Vegetarier (Flexitarier oder Teilzeitvegetarier,

also Personen, die wenig Fleisch essen) und normale Mischköstler (Omnivoren), die Fleisch, Fisch und pflanzliche Lebensmittel

konsumieren, gibt.

Unabhängig von der Ernährung, achten Sieben Tages Adventisten auf ihre Gesundheit, trinken beispielsweise wenig

Alkohol und sind in der Regel Nichtraucher. Sieben Tages Adventisten eignen sich damit besonders gut zur Untersuchung

reiner Diäteffekte, weil in anderen Stichproben häufig die nicht-vegetarisch und nicht-vegan lebenden Personen

sich auch in anderen Lebensbereichen deutlich ungesünder verhalten. Bei den Sieben Tages Adventisten sind demgegenüber

die verschiedenen Diät-Gruppen besser vergleichbar, wobei aber natürlich dennoch die Auswirkungen weiterer Faktoren

jeweils statistisch kontrolliert werden.

Die vorherigen Untersuchungen zu Auswirkungen der verschiedenen Ernährungsweisen auf die Emission von Treibhausgasen

hatten nicht das tatsächliche Essverhalten, z.B. von Vegetariern oder Veganern, zugrunde gelegt, sondern hatten einen

theoretischen Warenkorb zusammen gestellt und auf dieser Basis dann die Vergleiche durchgeführt, wobei sämtliche Aspekte

von Produktion, Transport bis hin zur Lagerung berücksichtigt wurden.

In der jetzigen Untersuchung wurde nun aber das tatsächliche erfragte Ernährungsverhalten für die Analysen herangezogen

und es erfolgte mit der Differenzierung zwischen Vegetariern, Veganern, Pescetariern, Teilzeitvegetariern (Flexitariern) und

Fleischessern (Omnivoren) eine besonders aussagekräftige Auswertung, zumal neben den Auswirkungen der Ernährungsformen

auf die Treibhausgasemissionen auch die Gesundheitseffekte im Sinne der Häufigkeit chronischer Erkrankungen,

wie Krebserkrankungen, Herzerkrankungen und Diabetes,  erfasst wurden.

Das sind die Ergebnisse

Die Ergebnisse zeigen bei den Treibhausgasen eine eindeutige Reihenfolge, wobei die vegan lebenden Personen am

wenigsten Treibhausgase freisetzten  (41,7% Reduktion im Vergleich zu den Fleischessern). Auf die Veganer folgten

die Vegetarier, die im Vergleich zu den Fleischessern 27,8% weniger Treibhausgase freisetzten. Nächste in der Reihenfolge

waren die Pescetarier, gefolgt von den Teilzeitvegetariern (Flexitarier). Die Gruppe mit den höchsten Treibhausgasemissionen

waren schließlich die normalen Mischköstler (Omnivoren), die Fleisch, Fisch und Pflanzen verzehrten. Zu berücksichtigen ist dabei,

dass selbst diese fleischessende Gruppe deutlich weniger Fleisch konsumierte als der Durchschnitts-US-Amerikaner und Kanadier.

Bezüglich der Häufigkeit chronischer Erkrankungen wiesen die vegan lebenden Personen die geringste Erkrankungshäufigkeit auf,

während die Mischköstler die höchsten Erkrankungsraten zeigten.

Bemerkenswerte Implikationen

-  Eindeutig lässt sich die vegane Lebensweise als die umweltverträglichste und gesündeste Lebensweise identifizieren.

Ovo-lacto Vegetarismus, Beschränkung des Fleischkonsums auf Fisch oder Fleischreduktion (Flexitarismus) erreichen nicht

die Umweltschutz- und Gesundheitseffekte der veganen Ernährung

- Sieben Tages Adventisten leben bereits gesund und im Durchschnitt zur Allgemeinbevölkerung besonders sozial- und

umweltverträglich. Selbst die Mischköstler unter den Sieben Tages Adventisten essen weniger Fleisch als typischerweise 

in ihren Ländern üblich. Dennoch lassen sich erhebliche Unterschiede der verschiedenen Ernährungsweisen

identifizieren mit einer klaren Überlegenheit der veganen Lebensweise, sowohl was die Umwelt als auch was die

Gesundheit betrifft.

- Die Befunde sprechen damit gegen die Argumentation, dass es hinreichend sei, den Fleischkonsum zur reduzieren,

Fisch statt anderem Fleisch zu konsumieren oder ovo-lacto vegetarisch zu leben. Nicht Fleischreduktion, Einschränkung

des Fleischkonsums auf Fisch oder ovo-lacto Vegetarismus sind die Antworten, sondern der Veganismus ist die Antwort

auf die drängenden Umwelt- und Gesundheitsfragen unserer Zeit.

Die Studie wurde soeben auf dem Kongress präsentiert, wobei eine Veröffentlichung der Befunde für das Fachjournal

 American Journla of Clinical Nutrition noch erstellt wird. 


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