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Pomodori

19.08.2016 11:27

Als Pomodori werden in Italien unsere äußerst beliebten Tomaten bezeichnet. Dabei ist die Tomate nicht nur unheimlich vielseitig in der Küche zu verwenden, sondern auch sehr unterschiedlich in ihrem Aussehen, ihrer Herkunft und ihrem Geschmack. Bei uns kommen die Pomodori gerne roh als Gemüse auf den Tisch oder auch in den unzähligen unterschiedlichen Sorten an Tomatensaucen. Weltweit gibt es sogar mehr als 3.100 Sorten und dazu kommen noch zahlreiche Züchtersorten, die nie angemeldet waren und daher auch nie einen Namen erhalten haben. Aber auch die Zahl jährlich neu hinzukommenden Sorten ist beträchtlich. Sie sehen also die Tomate ist unheimlich weit verbreitet. Aber für uns sind natürlich in erster Linie die Pomodori Sorten interessant, aus denen Sie wunderbare köstliche Kreationen zaubern können.

pomodoriDie Tomate  stammt aus der Familie der Nachtschattengewächse und ist somit eng mit anderen Speisegewächsen wie der Aubergine, der Kartoffel und der Paprika verwandt. Lange Zeit war die Tomate bei uns auch als Liebesapfel oder Goldapfel bekannt, daher auch der italienische Name Pomodoro (Einzahl für Pomodori)

Die Tomatenpflanzen sind einjährige, zweijährige oder gelegentlich auch ausdauernde Pflanzen, die erst aufrecht und später niederliegend und kriechend wachsen. Die einzelnen Äste können bis zu 4 m lang werden. Wer sich Tomaten auf dem Balkon züchten möchte, findet im Gartenhandel jede Menge platzsparende Tomatensorten. Meistens fallen die Früchte dann auch eher klein aus, aber das macht nichts, so sind sie geschmacklich oft unheimlich intensiv. Denn

pomodoriObwohl wir in erster Linie an Italien und anderen Mittelmeerländer denken, wenn es um den Ursprung der Pomodori geht, stammt sie aus Mittel- und Südamerika, wobei die Wildformen von Nordchile bis Venezuela verbreitet sind. Dabei war die Pomodori Pflanze bei uns erst als reine Zierpflanze angesehen, während sie in Italien schon verspeist wurden. Um 1900 war die Tomate dann auch bei uns in Deutschland als Lebensmittel bekannt und wurde überwiegend im Süden in erster Linie in Saucen, Suppen und Salaten verwendet. Heutzutage sind Tomaten häufig daraufhin gezüchtet, einen langen Transport aus Süd(west)europa zu überstehen, was allerdings zu Lasten anderer Eigenschaften wie des Geschmacks einhergeht.

Pomodori richtig lagern

Pomodori sind bei korrekter Lagerung bis zu 14 Tage haltbar, allerdings nur wenn bei der Lagerung zu Hause ein paar Dinge beachtet werden. So sollten Pomodori am besten bei 13 bis 18 °C gelagert werden, was zeigt, dass Pomodori nicht in den Kühlschrank gehören. Dort verlieren sie leider ihren Geschmack und ihre Haltbarkeit. Wird die Tomate zu lange gelagert, zeigt sich das, in dem die Tomate schrumpelig wird dazu, dass sie faule Stellen entwickelt. Übrigens scheiden Tomaten bei der Lagerung Ethen aus, wodurch benachbartes Gemüse und Früchte schneller verderben können.

Woher hat die Pomodori ihre Farbe?

pomodoriIhre rote Farbe haben Tomaten dem Carotinoid Lycopin zu verdanken, was gleichzeitig ein ganz starkes Anti-Oxidanz ist und so die Immunabwehr stärkt, sowie das Risiko bestimmter Krebserkrankungen senken soll.

Übrigens sind nicht alle Tomaten rot, so gibt es auch die grünen Tomaten, nach denen sogar ein berühmter Film benannt worden ist. Ihre grüne Farbe erhalten diese Tomaten daher, dass Sie von innen nach außen reif werden und nicht wie bei den roten Tomaten von außen nach innen.

Die Pomodori ist sehr vielseitig, so unterscheidet sie sich nach:

  • Formen

herzförmig, rund und glatt (Normale Tomate), flachrund und glatt (meistens Fleischtomate), flachrund und faltig, länglich (Flaschentomate), oval, pflaumenförmig, birnenförmig

  • Größe

Sie ist stark von der Zahl der Fruchtkammern abhängig

Kirschtomate (2–3), normale Tomate (3–5), Fleischtomate (3–6), Riesentomate (bis 1 kg)

  • Farbe

weiß, gelb, orange, rot, rosa, violett, grün, braun, schwarz. Aber auch gestreifte und marmorierte Tomaten sind bekannt.

Pomodori zu Hause züchten

pomodoriWer Tomaten zu Hause züchten möchte sollte den Tomatenpflanzen das geben, sollte auf folgendes achten

  • resistente und tolerante Sorten
  • ausgeglichene kontinuierliche Nährstoffversorgung
  • ausreichend Wärme
  • viel Licht
  • bei Bodenkultur keine frische Kalkung, warme Böden (Temp. > 14 °C)
  • gute Bodenstruktur bis etwa 50 cm Tief
  • möglichst frühe Ernte sowie eine gleichmäßige Bewässerung für gleichmäßiges Wachstum

Sind Pomodori gesund?

pomodoriDer Hauptbestandteil der Pomodori ist Wasser (etwa 95 %), aber dabei enthält sie Vitamin A, B1, B2, C, E, Niacin, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Mineralstoffe, vor allem Kalium und Spurenelemente, insbesondere Silizium, Tyramin, Zeaxanthin. Aber Tomaten können weitaus mehr, denn sie sind reich an Biotin, Pantothensäure, Folsäure, Thiamin,, Alpha- & Beta-Carotin, Kalium, Chlorogensäure, wertvolle Fruchtsäuren, Glykoalkaloide, Niacin, Glykoproteine, Lignin, Lutein, Lycopin (nur in roten Tomaten), P-Kumarin. Unter der Schale in der Tomatenhaut befinden sich besonders viele Wirkstoffe (Flavonoide).

Nährwerte pro 100 g Tomaten

Energie 84 kJ (20 kcal) 
Wasser 93 bis 95 g 
Eiweiß 1 g 
Kohlenhydrate 4 g 
- davon Zucker 2,6 g 
- Ballaststoffe 1,2 g 
Fett 0,3 g

Vitamine und Mineralstoffe

Vitamin B1 0,09 mg
Vitamin B2 0,04 mg
Vitamin B3 0,5 mg
Vitamin C 38 mg
Calcium 11 mg
Eisen 0,6 mg
Magnesium 10 mg
Natrium 3 mg
Phosphor 27 mg
Kalium 280 mg
Zink 0,24 mg

Pomodori secchi

Als Pomodori secchi, werden getrocknete Tomaten gemeint. Dafür werden die Tomaten entweder in der Sonne oder in speziellen Öfen wie einem Dörraperat getrocknet und im Anschluß entweder getrocknet oder in Öl mit verschiedenen Kräutern eingelegt in den Handel gebracht Pomodori secchi, die in der Sonne getrocknet wurden, sind geschmacksintensiver. Sehr lecker sind Pomodori secchi als Antipasti, im Salat oder in Saucen gemixt. 


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