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Sojamilch

19.08.2016 11:53

Sojamilch ist ein perfekter Milchersatz, ob für Veganer, die bewusst auf den Konsum von Milch verzichten oder für die immer steigende Anzahl an Menschen mit einer Laktoseintoleranz. Sojamilch darf sich bei uns in Deutschland eigentlich gar nicht so nennen, daher finden Sie im Handel immer die Bezeichnung Sojadrink. Milch darf sich tatsächlich nur die Muttermilch eines Säugetiers nennen. Aber um den besseren Zusammenhang als Milchersatz zu sehen und weil sich der Name Milch bei uns einfach so eingebürgert hat, greifen viele lieber auf den Begriff Sojamilch zurück.

Sojamilch Herstellung

Bei der Herstellung von Sojamilch werden getrockneten, gelben Sojabohnen in Wasser im Verhältnis von ca. 10:1 eingeweicht und püriert. Im Anschluß wird die Flüssigkeit für 20 Minuten gekocht, um die noch vorhandenen verdauungshemmenden Giftstoffe (Trypsin-Inhibitoren) aus der Masse zu entfernen. Übrigens unterscheiden sich die traditionelle chinesische und japanische Zubereitungsart. Bei der chinesischen Zubereitungsart wird das Püree erst filtriert und dann gekocht und bei der japanischen wird das Püree erst gekocht und die gekochte Masse filtriert und im Anschluß abgekühlt. Der Sojakuchen, Okara genannt, bleibt im Filter zurück. Okara ist sehr ballaststoffreich.

Sojamilch gesund

Gerade für Menschen, die die Muttermilch der Kuh nicht so gut vertragen, ist Sojamilch eine gesunde Alternative. So hat Sojamilch einen hohen Eiweißgehalt, ähnlich wie Kuhmilch, allerdings sind die Soja-Proteine biologisch besonders wertvoll, denn sie können aufgrund ihres Aminosäureprofils vom menschlichen Körper fast eins zu eins verwertet werden. Dabei enthält Sojamilch kein Cholesterin. Der Fettgehalt von Sojamilch ist mit 2,2 Gramm geringer als der von Vollmilch (3,5 Gramm) und das Fett besteht größtenteils aus ungesättigten Fettsäuren . Durch die Sojamilch werden Enzyme gebunden, die Kohlenhydrate abbauen. Sojamilch enthält viermal so viel Folsäure wie Kuhmilch, dazu stecken gesunde Saponine und Flavonoide in der Sojamilch. Was Sojamilch allerdings fehlt ist Vitamin B12, weshalb es manchmal künstlich hinzugegeben wird, da gerade Veganer Probleme bei der Vitamin B12 Versorgung haben. Das selbe zählt für Kalzium, warum sehr viele Sojamilchsorten mit diesen Nährstoff aufgewertet werden. Ein weiterer Nachteil von Sojamilch gegenüber Kuhmilch ist der geringe Kalziumgehalt. Da die Sojamilch von vielen Menschen als Milch-Ersatz getrunken wird, findet man mittlerweile auch Sojamilch mit Kalzium im Handel. Dennoch sollte nicht verschwiegen werden, dass Sojaeiweiß Nahrungsmittelallergien auslösen kann(!). Gerade bei Allergien auf Birkenpollen kann es zu Kreuzallergien kommen, da sich die Proteinstrukturen sehr ähnlich sind.

Sojamilch selber machen

Sojamilch lässt sich auch ganz einfach zu Hause zubereiten. Entweder nach der oben beschriebenen traditionellen oder chinesischen Methode oder aber in speziellen Sojamilchbereitern. In diesen Pflanzenmilchbereiter lassen sich auch übrigens Getreidemilchsorten  wie Reismilch, Hafermilch und Nussmilch selber herstellen. So ein Sojamilchbereiter erstellt aus eingeweichten oder uneingeweichten Sojabohnen und Wasser in ca. 15–20 Minuten eine frische Sojamilch.

Sojamilch Kalorien

Sojamilch hat sehr gute Werte. So enthält Sojamilch auf 100 ml

  • 54 Kalorien
  • 3,3 g Protein
  • 6 g Kohlenhydrate
  • Ballaststoffe 0,6 g
  • Zucker 4 g
  • 1,8 g Fett
  • davon gesättigte Fettsäuren 0,2 g


Sojamilch abnehmen

Der hohe Proteingehalt, der niedrige Fettgehalt und die Enzyme, die Kohlenhydrate abbauen machen Sojamilch zu einem hervorragenden Getränk zum Abnehmen. So lassen sich mit Sojamilch sehr leckere Shakes zubereiten und natürlich auch das morgendlich Müsli mit Sojamilch aufgießen. Aber auch für den veganen Proteinshake mit Veganem Proteinpulver, wie z.B. Reisprotein eignet sich Sojamilch wirklich sehr gut.

Sojamilch Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe der Sojamilch sind sehr unterschiedlich und richten sich je nach Sorte. Es gibt pure Sojamilch, die wirklich nur aus Sojabohnen, Wasser und geschälten Sojabohnen bestehen, wie der Provamel Soya Drink. Dann wiederum gibt es Sojamilch, die angereichert mit Nährstoffen wie Vitamin B12, Kalzium sind bis hin zu unterschiedlichen Geschmackssorten, wie Sojadrink mit Schoko und Sojadrink mit Vanille. Außerdem wird Sojamilch auch sehr gerne gemischt mit anderen Pflanzendrinksorten.

Sojamilch für leckere Desserts und cremige Torten

Einen ganz besonderen Vorteil von Sojamilch müssen wir aber noch nennen. Sojamilch ist ein richtiger Allrounder, wenn es um vegan backen geht. Sojamilch lässt sich hervorragend als Eiersatz in veganen Pancakes verwenden und eignets ich wunderbar für vegane Kuchen und Torten. Gerade Menschen mit einer Laktoseintolernz freuen sich über eine leckere Dessertcreme oder Vanillepudding. Es geht so einfach mit Vanillepuddingpulver. Die Zubereitung erfolgt genau wie mit Kuhmilch, die einfach nur gegen die Sojamilch ausgetauscht wird.


Kommentare

Sojamilch gehört für uns schon lange als Milchersatz in der Küche zum festen Repertoire. Keine Pflanzenmilchsorte lässt sich besser aufschäumen für unseren morgendlichen Latte Macchiato, als Sojamilch. Außerdem ist sie super für vegane Proteinshakes.

Tamara E., 17.09.2016 10:40
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